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  • Aktivitäten des Forums Alternswissenschaften und Alterspolitik (FAWP)

Frau Professor Knopf ist Mitglied des Forums Alternswissenschaften und Alterspolitik, eines interdisziplinären Verbundes von Frankfurter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der das Ziel verfolgt, die Alternsforschung in Frankfurt zu intensivieren, interdisziplinär zu vernetzen und die Forschungsbefunde kontinuierlich einer wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu Erreichung dieses Ziels werden u. a. gemeinsame Forschungsprojekte angestrebt wie auch verschiedene Veranstaltungsreihen für interessierte Bürgerinnen und Bürger angeboten.

  • Aktuelle Forschungen zum Altern des Gedächtnisses

Während in der psychologischen Lern- und Gedächtnisforschung traditionell das akademische Lernen untersucht wird, also die Fähigkeit etwas aus Texten zu lernen und dieses zu behalten, geht eine Gruppe Wissenschaftler in der Abteilung Entwicklungspsychologie der Goethe-Universität der Frage nach, wie gut alltägliche Gedächtnisaufgaben bewältigt werden. Dieses analysieren wir derzeit an zwei Beispielen:

(a) Einerseits durch eine Analyse des Lernens und Erinnerns von eigenen geplanten Handlungen sowie des Gedächtnisses für eigene ausgeführte Aktivitäten. Es geht in diesem Forschungsprogramm also darum zu analysieren, wie gut jüngere und ältere Menschen sich geplante Handlungen einprägen und erinnern können, beispielsweise ein Kleidungsstück aus der Reinigung abzuholen, ein Medikament in der Apotheke zu besorgen, oder einen Brief in den Briefkasten einzuwerfen, und wie gut und sicher Menschen aus unterschiedlichen Altersbereichen sich daran erinnern, das Bügeleisen vor Verlassen des Hauses tatsächlich abgeschaltet, das Fenster geschlossen oder die Katze gefüttert zu haben. Wie diese Beispiele zeigen, ist das Gedächtnis für Handlungen für die Bewältigung des Alltags von immenser Bedeutung.

In einer Serie von Studien haben wir bereits gefunden, dass diese Gedächtnisfähigkeit zum Lernen und Erinnern von ausgeführten Handlungen mit zunehmendem Alter sukzessive nachlässt, ähnlich wie dies für das akademische Lernen auf der Basis von schriftlichen Materialien auch gilt. In den aktuell laufenden Studien geht es um die Klärung von Prozessen und Mechanismen, die diesen Alternsveränderungen zugrunde liegen wie auch um die Erprobung von Möglichkeiten, das Gedächtnis für Handlungen bei Personen aus unterschiedlichen Altersgruppen günstig zu beeinflussen.

Ergebnisse können Sie der Broschüre Lernen, Behalten und Erinnern eigener Handlungen (auf der rechten Seite (pdf)) entnehmen.

(b) Ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschung ist das Gedächtnis für menschliche Gesichter. Gesichter wiederzuerkennen ist von immenser alltäglicher Bedeutung und ermöglicht es, Familie und Bekannte zu identifizieren sowie diese von Fremden zu unterscheiden. Gerade weil diese Fähigkeit eine so große Rolle im Leben spielt, wird sie oftmals als selbstverständlich wahrgenommen. Dass sie mit zunehmendem Alter jedoch nachlässt, ist in der wissenschaftlichen Literatur häufiger beschrieben worden. Geradezu dramatische Einbußen beim Wiedererkennen von Gesichtern findet sich bei schwerwiegenden, pathologischen Alternsvorgängen, wobei schließlich das eigene Gesicht ebenfalls nicht als der eigenen Person zugehörig erkannt wird. Wir haben mit eigenen Forschungsarbeiten bei normal alternden Personen jedoch herausgefunden, dass diese Fähigkeit unter gewissen Umständen lange aufrechterhalten bleiben kann. Die Umstände, die zur altersübergreifenden Stabilisierung dieser Fähigkeit beitragen können, werden in Nachfolgestudien weiter analysiert.

Für die Durchführung dieser Lern- und Gedächtnisstudien suchen wir Studienteilnehmer aus allen Lebensaltersabschnitten des Erwachsenenalters. Wenn Sie gerne an solchen Lern- und Gedächtnisstudien mitmachen würden, rufen Sie uns bitte unter der Telefonnummer 069/79822579 (Frau Weyershäuser) an oder schreiben Sie uns eine E-Mail g.weyershaeuser@psych.uni-frankfurt.de. Die Termingestaltung erfolgt dann nach Ihren Wünschen.

Eine aktuelle Veröffentlichung in englischer Sprache zum Gedächtnis für menschliche Gesichter von Sven Obermeyer, Thorsten Kolling, Andreas Schaich und Monika Knopf mit dem Titel „Differences between old and young adults’ ability to recognize human faces underlie processing of horizontal information“ ist unter dem Link http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22536184 zu finden.

 

geändert am 09. März 2013  E-Mail: Gabi WeyershäuserG.Weyershaeuser@psych.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 09. März 2013, 15:26
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb05/psychologie/abteilungen_und_bereiche/entwicklungspsychologie/InfoSenioren/index.html